Impfungen

Denn Schutzimpfungen sind wichtig

Viele Krankheiten gelten heutzutage bei uns als „ausgerottet“ oder zumindest treten sie in den Industrienationen nur noch äußerst selten auf. Immer mehr Menschen halten es deshalb nicht mehr für nötig, sich dagegen impfen zu lassen. Doch die allgemeine „Impfmüdigkeit“ kann gravierende Folgen haben.Durch Kontakte zu fremden Ländern werden längst besiegt geglaubte Erreger wieder eingeschleppt und greifen um sich. Aber auch scheinbar „harmlose“ Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Masern oder Mumps können schlimme Folgen haben.

 

Deshalb sollten alle Menschen regelmäßig Ihren Impfschutz überprüfen und notfalls auffrischen lassen.

 

 

Zusätzlich zu den Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und von der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, empfehlen wir den wichtigen Schutz vor Meningokokken und Pneumokokken. Aber auch bei Fernreisen sollte frühzeitig an einen entsprechenden Impfschutz für das jeweilige Land gedacht werden.

Hirnhautentzündung (Meningitis) durch Meningokokken

ist eine ernste Erkrankung, die sich innerhalb von wenigen Stunden entwickeln und jeden betreffen kann. Obwohl es Medikamente gibt, können wir Ärzte einen tödlicher Ausgang oder bleibende Folgeschäden nicht immer verhindern. Deshalb halten wir eine Schutzimpfung hier für besonders wichtig.

Pneumokokken

kommen natürlicherweise auf der Schleimhaut der oberen Atemwege vor. Gefährlich wird es erst, wenn sich um sie herum eine dicke, schleimige Schicht ausbildet, die das Bakterium vor unserem Immunsystems schützt. Es kann sich dann hemmungslos ausbreiten und die Atemwege angreifen. Pneumokokken verursachen auch Erkrankungen wie Lungenentzündung, chronischen Bronchitis, Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung u. a.. 70% aller Todesfälle bei Hirnhautentzündung sind durch Pneumokokken bedingt. Schwere Pneumokokken-Infekte gehen außerdem häufig mit einer Blutvergiftung (Sepsis) einher.

 

Auch hier kann eine einfache Schutzimpfung viele schlimme Erkrankungen vermeiden helfen.

 

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen folgende Infektionskrankheiten:

  • Diphtherie
  • Tetanus
  • Keuchhusten
  • Hepatitis B
  • Kinderlähmung
  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
  • Masern, Mumps, Röteln als Kombinationsimpfstoff
  • Windpocken

Die Kosten dieser Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Wichtig: Frühzeitige Grippeimpfung

Bald beginnt wieder die nasskalte Jahreszeit und damit die Hauptsaison für Grippeviren. Nicht nur die sogenannte „Schweinegrippe“, die letztes Jahr in aller Munde war, kann Menschen mit einem schwachen Immunsystem gefährlich werden, sondern auch die ganz „normale“ Grippe.

 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät daher vor allem Senioren, Schwangeren, chronisch Kranken oder Pflegepersonal zu einer regelmäßigen Grippe-Impfung. Denken Sie daran: Die Oberfläche der Viren ändert sich ständig, so dass die Impfung jährlich aufgefrischt werden muss. Idealerweise sollte die Grippeimpfung jedes Jahr schon vor Beginn der eigentlichen Grippewelle erfolgen.

 

Schützen Sie sich und Ihre Familie! Sprechen Sie uns auf die Grippeimpfung an.